FCI-Europa-Pokal-Vielseitigkeitsprüfung vom 28. bis 30.09.2007 in Deutschland
Der Vorsitzende des Landesverbandes Hessen, Werner Walter, hatte sich bereit erklärt, die Europa-Pokal-Vp der FCI mit seinem Landesverband zu organisieren. Die Gruppe Kassel richtete anlässlich ihres 60jährigen Bestehens diese arbeitsintensive Prüfung aus. Harald Schütz, Cheforganisator der Veranstaltung und Prüfungsleiter Steffen Maar leisteten wirklich ganze Arbeit.
Nur für´s Wetter konnten sie nichts, und das spielte am Samstag verrückt- aber alles der Reihe nach.
Am Freitag, ab 10.oo Uhr, ging es mit den Richtern und Fährtenlegern hinaus in die Reviere Nordhessens und Südniedersachsen.
Die Vorbereitung war auch hier perfekt, die vorbereiteten Rotfährten tadellos vormarkiert. Während des Tupfens wurden alle Markierungen entfernt, die vorbereiteten Fährtenprotokolle und die Fährtenkundigen ließen keine Wünsche offen und garantierten jederzeitiges Wissen über den Fährtenverlauf.
Ein schöner Begrüßungsabend erwartete die Gäste im Suchenlokal. Den festlichen Rahmen lieferten die Jagdhornbläserinnen und Bläser der Kasseler Jägerschaft.
Im voll besetzten Lokal des exklusiven Hotels "Zum Büraberg" in Fritzlar kam eine gute Stimmung auf. Die Gäste aus nah und fern erlebten die Begrüßungsansprachen des Schirmherrn Dietrich Möller, Präsident des LJV Hessen und des Präsidenten des DTK, Dieter Honsálek.
Die Hundeführer aus Österreich, Finnland, Schweiz, Belgien und Deutschland stellten sich und ihre Teckel vor. Leider fielen die beiden gemeldeten Hunde aus Italien wegen Kranheit aus, ebenfalls ein Hund aus Belgien.
Bereits nach dem Tupfen der Fährten begann es zu regnen. Es regnete die folgende Nacht und den ganzen Tag, was zu Überflutungen und Notstandsnachrichten in Funk und Fernsehen führte.
Die Fahrzeuge hatten Mühe, in die Reviere zu kommen. Wegen der unglaublichen Regenfälle war der Waldboden völlig durchweicht.
Lediglich im Revier in Fritzlar hatte es kaum geregnet, hier fiel das Ergebnis denn auch besser aus.
In den beiden "Regenrevieren" überstand lediglich Heike Junge mit ihrem Rauhhaarrüden Kobbedus Effendi den 1. Tag, die anderen 8 Gespanne waren überfordert, zu wenig Witterung bei dem vielen Wasser. 1 Hundeführer aus Finnland überstand den Stöberteil nicht.
In der Richtergruppe 3, Revier Fritzlar, sah es besser aus, hier hatte es kaum geregnet, von den fünf Hundeführern kamen vier zum Stück und überstanden auch das Fach Stöbern.
Für den Abend war zunächst eine Hubertusmesse organisiert worden. Die kleine, über 1200 Jahre alte Kapelle "St.Brigida" überragt den Büraberg. Hier stand einst die fränkische Burg, die noch vorhandenen Wälle und Gräben der Burg stammen aus einer Zeit vor der Gründung der heutigen Stadt Fritzlar.
Den Gottesdienst gestaltete Pfarrerin Andrea Holler, mit ihrem Mann aktives Mitglied in der Gruppe. Festlich und musikalisch umrahmt gestaltete Heidrun Odenweller-Klügl mit ihren Parforcebläserinnen und Bläsern diese Stunde der Besinnung.
Das Abendprogramm begann mit zünftiger und schmissiger Musik der Bigband der Kath. Jugend.
Die Spurlautprüfung am nächsten Tag war dann keine Problem. Nach etwas mehr als 1 Stunde hatten die 5 Hunde ihren Spurlaut nachgewiesen, so dass nach dem Mittagessen die Preisverteilung stattfinden konnte.
Alles Teilnehmer hatten diese 3 Tage genossen und bekundeten ihre Zustimmung. Präsident Honsálek und Prüfungsleiter Maar übergaben die Urkunden und Ahnentafeln.
Herzlichen Dank dem Landesverband und der Gruppe mit ihren fleißigen Helfern. Es war eine gelungene Veranstaltung.
Hier die Ergebnisse:
Überragende Siegerin mit der vollen Punktzahl von 280 Punkten und der Vergabe eines CACIT der FCI wurde Christiane Görig, Deutschland , mit Ziska vom Dienei,
auf den weiteren Plätzen,
Leopold Buchmayer, Österreich, mit Quendi vom Lindnergrund, 272 P., 1. Preis,
Heike Junge, Deutschland, mit Kobbedus Effendi, 250 Punkte, 2. Preis,
Huguette Kiszio, Deutschland, mit Dana la Meute D´Artemis, 225 Pu., 2. Preis,
Franz Plasser, Österreich, mit Moritz v.d. Reiteralm, 214 Punkte, 3. Preis
Im kommenden Jahr dürfen wir uns auf das Ereignis in Frankreich freuen. Der französische Teckelklub hat sich um die Ausrichtung dieser schweren Prüfung beworben und die Zustimmung erhalten.
Martin Zander