Schweißprüfung ohne Richterbegleitung der WUT am 19.08.2007

Der Katalog I
Der Katalog II

Nevegal – Belluno, liegt am Fuße der Dolomiten, 100 km nördlich von Venedig. Ein wunderbares Feriengebiet, dass im Sommer zu herrlichen Wanderungen einlädt und im Winter herrlichen Wintersport verspricht.

Die Welt Union Teckel (WUT) hatte die diesjährige Schweißprüfung ohne Richterbegleitung (SchwPoR) dem Italienischen Teckelklub übertragen. Der dortige Dachverband für das Hundewesen (E.N.C.I.) und It.Teckelklub A.B.C. (Amici Bassotto Club) unter der bewährten Führung des Präsidenten Antonio Palladini hatten dieses Ereignis zu organisieren.
10 Hundeführerinnen und Hundeführer aus 5 Nationen hatten die Anreise auf sich genommen, um sich dieser schwierigen Prüfung zu stellen.
Im vergangenen Jahr in der Schweiz, in diesem Jahr in ähnlicher Umgebung, am Fuße der Dolomiten.Der Organisator vor Ort, Claudio De Giuliani, konnte sich exellenter Helfer bedienen. Die örtliche Forstpolizei, zuständig für die Überwachung und Einhaltung der Forstvorschriften, stellte nicht nur dieFahrzeuge, wendige Fiat-Panda-Allrad, sondern auch nette uniformierte Polizisten, die im Vorfeld die Fährten ausgearbeitet hatten.
Die beiden 40-Std.- Fährten hatten sie bereits am Freitag gelegt, die restlichen 8 Übernachtfährten tupften sie am Samstag, vor dem erstmaligen Zusammentreffen der Teilnehmer und Offiziellen im ländlichenHotel Trattoria Nogherazza. Bei herrlichem Sommerwetter saßen die Teilnehmer auf der Hotelterrasse. Präsident Antonio Palladini begrüßte die Teilnehmer, stellte die Hundeführer aus den teilnehmenden Ländern und die Richter vor. Das gute Abendessen und der reichliche Wein aus der Umgebung sorgten für einegute Stimmung.

Petrus war den Teilnehmern auch am Sonntag hold und bescherte schönstes alpines Sommerwetter.Nach Frühstück und anschließender Begrüßung wurden Hundeführer, Richter, Fährtenkundige und Schlachtenbummler mit den Polizeipandas zum Treffpunkt gebracht. In halsbrecherischer Fahrt kletterten die Pandasdie Schotterwege mit beängstigender Steigung zum Treffpunkt hinauf.
Die auf Grün gelegte Strecke, fünf kapitale Rehböcke, die brennenden Schwedenfeuer (senkrecht aufgestellte, brennende Nadelholzstämme, wieüberdimensionale Kerzen) und die vorgetragenen Jagdhornsignale durch Erich Thiel und Martin Zander aus Deutschland, veranlassten diescharenweise die Berge hinaufkletternden Ausflügler, darunter auch viele Pilzsammler, der Begrüßung und Einweisung durch den Suchenleiter zulauschen. Es war eine beeindruckende Kulisse, das wunderschöne Gebirgspanorama, aufsteigende Berge, über die Baumgrenze hinaus, bis zur Schneegrenze, tiefe Täler, mit den eingestreuten Häusern der Stadt Belluno.

Von hier aus wurden die Suchengespanne und die eingeteilten Richter mit den Polizeifahrzeugen zu den Anschüssen gefahren. Über Stock und Stein,bergauf und bergab, wie im Gebirge üblich, wurden die Hundeführer zum Anschuss gefahren, für die ortskundigen Forstpolizisten mit den wendigen Allrad-Panda kein Problem.Es waren topografisch erstaunlich konziliante Fährten, zumeist leicht ansteigend, für die Hundeführer kein Problem. Auch die älteste Teilnehmerin, einen Monat vor ihrem 80sten Geburtstag, meisterte die Fährte ohne körperliche Probleme.Aber die Pilzsammler, wie die Ameisen durchkämmten sie die ganze Gegend.So war es nicht verwunderlich, dass die Verweiserpunkte, kreisrunde, markierte Holzscheiben, manchen Pilzsucher als nettes Souvenir gerade recht kam und mit in den Pilzekorb wanderte.
Pech für einige Hundeführer, deren Leistung schließlich zunächst an der Anzahl der mitgebrachten Verweiser und dann erst nach der Zeit bemessen wurde. Schade auch für die deutsche Teilnehmerin, der auf ihrer Fährte dutzende Pilzsammler entgegenkamen. Die Verleitungen durch die ganz frisch getretenen Spuren der Menschen meisterte Droll aus Mosbacher Rauhhaarohne Probleme. Aber die fehlenden Holzscheiben, die vermutlich als nette Erinnerung mitgenommen worden waren, daran konnte auch Droll, trotzkonzentrierter und intensiver Suche, nichts ändern.
Waltraud Kleine gingdie Fährte dreimal wieder zurück und fand dennoch nur einen Verweiser, Pech für sie, Glück für die Gespanne, die mehr Glück und weniger Menschen auf ihren Fährten hatten.

Die Ergebnisse im Einzelnen:
40 Std.-Fährte:
1. Sonia De La Source Des Roses, Rauhhaar-Standard,Hündin,
Führerin : Frau Catherine Labourel, Frankreich
5 Verweiser in 48 Minuten am Stück, 1. Platz

Auf der Übernachtfährte siegte wieder einmal Erich Thiel mit seinem Rauhhaarrüden Janosch vom Bergschlösschen.
Das Suchengespann meisterte die 1200 Meter in überragenden 24 Minuten.Erich Thiel konnte trotz der zahlreichen Pilzsucher noch drei Verweisermitbringen. Glück für ihn, dass die anderen Hundeführer auch nicht mehrHolzscheiben mit brachten.
Es folgten auf Platz
2. Rosetta Della Val Vezzeno, Rauhhaar-Standard Hündin
Führer: Stelio Ogliastro, Italien
3 Verweiser, in 61 Minuten am Stück
3. Quark od Reky Lomnice, Rauhhaar-Standard, Rüde,
Führer: Erich Speta, Österreich
3 Verweiser, in 69 Minuten am Stück
4. Cyrano de Bergerac, Kurzhaar-Standard, Rüde
Führer: Giovanna Saiu, Italien
3 Verweiser, in 80 Minuten am Stück
5. Ryta Z Kochanecke´Cernavy, Rauhhaar-Standard, Hündin,
Führer: Karel Sykora, Tschechei
2 Verweiser, in 40 Minuten am Stück


Gesamtsiegerin: Frau Catherine Labourel aus Frankreich mit Hündin Sonia siegteüberragend und fand alle Verweiserpunkte in einer guten Zeit.

Den Sonderpreis für die Beste Hündin wurde Stelio Ogliastro, Italien,mit Hündin Rosetta überreicht.
Alle Hundeführer, Fährtenleger und Richter erhielten wunderschöneErinnerungsgaben.Nach der Siegerehrung servierte das Küchenteam ein gutes Abendessen imSuchenlokal. Danke Antonio Palladini, danke Claudio De Giuliani, danke denPolizeibeamten, die so aktiv geholfen haben und danke denHundeführerinnen und Hundeführern, die mit ihren Vierbeinern dieseHerausforderung angenommen haben.Es war eine herausragende Veranstaltung

Karel Sykora, in diesem Jahr selber Hundeführer mit Ryta, verteilteHandzettel mit einem herrlichen Panoramabild des Riesengebierges für dasWochenende 23./24. August 2008 beim Teckelklub in Tschechien.Das Riesengebirge, im Grenzgebiet zu Polen, lädt Teckelführer der WUTzur Schweißprüfung ohne Richterbegleitung ein.

Martin Zander